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Schuri-Skandaj

Als Schuri-Skandaj werden Skandaj genannt, welche sich sesshaft gemacht haben.

Namensherkunft

Der Name rührt von Spät-Alaju-Wort schuri, für Schutz/Dach/Unterkunft her


Entstehung der Schuri-Skandaj

Mit der Gründung von Reichen und der damit geschaffenen Grenzen wurde das Leben für die Skandaj als Fahrende immer schwieriger. Seit Jahrtausenden zogen die Angehörigen dieses Volkes durch die Welt. Im Frühjahr begannen alle bei den sogenannten garth (Gärten/Felder/Temporäre Siedlungen) Getreide oder Gemüse usw. anzupflanzen, welches dann später, im Winter, gebraucht wurde. Dies wurde ab dem 15. Jh. in Zentraleuropa fast unmöglich, sodass es viele Skandaj gaben die anfiengen sich sesshaft zu machen.


Schuri-Skandaj Kultur

Da die Schuri-Skandaj trotz der Sesshaftigkeit an der Nienetwiler Kultur festhalten wollten, also unter Anderem ohne eigenen Besitz leben, bedeutete dies, dass sie ein kompliziertes Netzwerk von Tausch und Dienstleistungsbeziehungen aufgebaut werden musste. Dieses reicht teilweise über die ganze Welt und funktioniert, in groben Zügen skizziert, in etwa so: A benötigt eine Unterkunft. B hat eine Unterkunft, die ihm jedoch nicht gehörte, da grundsätzlich alle Güter allen gehörte. A hat nun mehrere Möglichkeiten: 1: A stellt B seine Dienste, z.B. beim Unterhalt der Unterkunft zur Verfügung, oder 2.: A stellt C eine Dienstleistung zur Verfügung (das kann Ware/Wissen/handwerkliche oder andere Unterstützung sein), dieser wiederum hat z.B. zuviel Ware und gibt den Überschuss an D weiter. Dieser handelt/tauscht damit und gibt wiederum seinen Überschuss an B, der das dann z. B. an E weitergibt, damit der das Haus in Schuss hält.

Dies sind sehr einfache Beispiele. Tatsächlich gehen diese Netzwerke schnell um zehn und noch mehr "Ecken". Tatsächlich hat sich dadurch eine Dynamik entwickelt, in der es grundsätzlich egal ist, ob man den Gegenwert einer Leistung, wie sie etwa in der die Schuri-Skandaj umgebenden Gesellschaft üblich wäre, erhält. Vielmehr ist es so, dass einfach die Bedürfnisse gedeckt werden sollen. Da Reichtum und das Anhäufen von Gütern/Mittel nicht zu den Gepflogenheiten der Schuri-Skandaj gehört, sind die grundsätzlichen bedürfnisse schnell gedeckt.

Bereits seit der Antike ist bekannt, dass Skandaj Gebäude besassen/bewohnten (die genauen Verhältnisse sind heute nicht mehr nachvollziehbar). Seit dem 15. Jh. ist gesichert, dass Skandaj Häuser bauten oder bauen liessen. Die gebäude selber gehörten jedoch nicht denjenigen die sie erbauten sondern allen Skandaj, unabhängig davon ob sie sesshaft oder nichtsesshaft waren. Gaben die die ein Haus bewohnten die Wohnstatt auf, ging sie an jemand anderen über.

Die Sesshaften stellen durch die Möglichkeit einer Unterkunft, Lagerräumen und Anderem auch eine Dienstleistung an die Nichtsesshaften, da diese nicht über solche Möglichkeiten verfügen (z.B. Platz für die Lagerung von Unterlagen usw.).

[[ Kategorie:Nienetwil]]